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Bewerbung: was ankommt

22 Oktober 2009 No Comment

Gastbeitrag vom “Karriere Doc” Horst Kaltenbach:

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Hallo Talentnachwuchs,

wenn ihr in der Masse der Bewerbungen nicht durch den Rost fallen wollt, rate ich euch als gereifter “Karriere-Doc” zu ein paar Konsequenzen:

  1. Trotz Antidiskriminierungsgesetz ist ein nettes, natürliches Foto unerlässlich. “Aber natürlich”! Gelöster Gesichtsausdruck. Nicht Studio-gestelzt. Kein pseudodynamischer Gesichtsausdruck. “Ich will wissen, welches Gesicht da wirklich zur Tür herein kommt.”
  2. Der „CV“, der Lebenslauf, curriculum vitae, auf 2 Seiten. Alles weitere (Projektbeispiele, Veröffentlichungen etc) in nächsten Seiten als „Anhang“ tituliert.
  3. Verzichtet als Einsteiger um Gottes Willen auf die coole Deckseite mit Riesenfoto und groß-dick-fett gedrucktem Namen! Foto und Identität gleich in den Kopf des CV bitte! Recruiter mögen nicht erst umblättern bzw. scrollen müssen, um auf einen Blick das Wichtigste sehen zu können. Deckseite vielleicht bei Künstlerbewerbungen.
  4. Verzicht auf alles „Ich kann …ich bin…“Der Beurteiler macht sich im ersten Schritt aus den CV Fakten sein Bild selbst. Alles andere erkundet er im Telefonat oder Gespräch, wenn die Fakten passen. Und das was ihr können müsst, steht in der Offerte. Das setzen die Recruiter voraus, wenn ihr euch bewirbt.
  5. Den CV als pdf. email-Anhang senden (oder ggf. als Anhang im online System der Fa). Word Dokumente sind Virenträger. Die Firmen Firewalls lassen sie oft nicht zu.
  6. Im email Anschreiben bei Direktbewerbung drei Sätze. Z. B.: Betreffzeile: “Ihre Offerte NN. ” Text z. B.: “Ihr Unternehmen würde mir gefallen. Die geschilderte Aufgabe passt zu meinen Kompetenzen. Für ein baldiges feedback auf meinen CV im Anhang danke ich Ihnen. Beste Grüße – Hans Meier”. Das reicht! So sieht es auch nach Selbstsicherheit aus. Der Recruiter kriegt Schüttelfrost, wenn er hundert Mal einen langen Textsermon lesen soll. Tödlich: wenn im email Anschreiben Fakten aus dem CV wiederholt werden oder Bewerber ihre „Großartigkeit“ beschreiben.
  7. Geht immer davon aus, dass die Beurteiler weniger als keine Zeit haben. Die Schnelldurchsicht der Bewerbungen geschieht im Blitzverfahren. Dann ab in den Abfallkorb oder in die Datei für näheres Hingucken. Dafür wiederum nehmen sich im Durchschnitt die Beurteiler auch nur 4 Minuten Zeit (Studie). Und: wenn es um eine online Bewerbung mit elektronischen matching Verfahren geht, haben Prosa und großartige Gesten auf dem Deckblatt eh keinen Sinn. Denn das erste Ranking erfolgt aus den hard facts.
  8. Etwas anders bei Initiativbewerbungen. Da sollten im email Text Stichworte wie Abschluss (ggf. Noten, wenn sie gut sind), Schwerpunkte, Motivation für diese Fa., Verfügbarkeit stehen, damit der Begutachter ggf. motiviert wird, den CV Anhang anzusehen.
  9. Im Bewerbungsgespräch: nicht lange reden. Kurze Antworten auf den Punkt. Viel selbst Fragen. Sich so verhalten, dass die Gesprächspartner das Gespräch sympathisch und kurzweilig empfinden!

Mit heilsamen Grüßen vom Karriere Doc – euer Horst Kaltenbach

PS: und guckt mal in die Road Map für die Karriere, download meiner website, durch. www.kaltenbachconsulting.de
buchtitel
Mein Papier Coach, alle Tools für euere Karriere: Horst Kaltenbach, “Persönliches Karrieremanagement” – Tools vom Karriere-Doc, Gabler Okt. 2008

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