Wohin mit den Millionen?
Seit Einführung der Studiengebühren kassieren die Hochschulen Millionen, doch mit der Verwendung sind die meisten Studenten nicht einverstanden.
Eine aktuelle Umfrage der Universität Hohenheim belegt, dass der Großteil der Studenten gegen die Studiengebühren ist. Der Anteil derer, die sich gegen die Studiengebühren aussprechen, liegt heute bei 66% im Vergleich zu 60% vor 2 Jahren. 72% der Befragten möchten das Beitragssystem am liebsten sofort abschaffen.
Vier minus, so lautet das vernichtende Urteil, in Noten gesprochen, der Studenten für den Einsatz der Studiengebühren. Eigentlich sollten damit die Studienbedingungen verbessert werden, das ist aber nicht immer der Fall.
Dass die Unis mit der vernünftigen Verwendung der Millionen überfordert sind, zeigt die Universität Hamburg. Neun Millionen Euro nahm Sie für das laufende Semester ein, wovon eine Millionen als Pauschale für zusätzlichen Verwaltungsaufwand einbehalten wurde und 800.000 Euro „zur Unterstützung der Bologna-Reform“ ausgegeben wurden.
Aber es geht noch schlimmer. In NRW wissen einige Unis gar nichts mit dem Geld anzufangen. Das Wirtschaftsministerium musste sogar mit Nachdruck die Konzepte der Unis zur Verwendung der Studiengebühren einfordern, da Sie zum Jahresende mehr als ein Drittel des Geldes noch nicht ausgegeben hatten. Die Sporthochschule Köln und die Unis in Bochum und Wuppertal haben diese Konzepte mittlerweile vorgelegt, nur die Uni Düsseldorf hat noch Schwierigkeiten festzulegen, was mit den angehäuften fünf Millionen passieren soll.
Darauf reagiert die Landesregierung mit dem Ultimatum, das Geld entweder bis zum Jahresende zugunsten der Lehre auszugeben oder den Studenten das Geld zurück zu zahlen.
Auch die Hochschule Mönchengladbach hortete Gebühren in Höhe von 6,5 Millionen Euro für „schlechte Zeiten“, wobei das Ministerium, nach Bekannt werden dieses Falls, darauf pochte, dass das Geld umgehend ausgegeben wird.
An der Ruhr-Universität in Bochum gibt es für einige Studenten wirklich Geld zurück. Betroffen sind Studierende des Fachs Latein. Da die Lehre dort im Herbst 2008 nicht die beste war und sieben von acht Studenten durch die Abschlussprüfungen fielen, erhalten nun zwischen zwölf und zwanzig Studenten bis zu 750 Euro zurück.
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