Teil 1: Der Stil des Bewerbungsanschreibens

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Personalmanager haben immer viel zu tun. Teilweise bewerben sich Hunderte auf eine Stelle, und kein Personaler hat Zeit oder Lust sich einen Roman von einer Bewerbung durchzulesen. Deshalb ist eine kurze und prägnante Ausdrucksweise gefragt. Diese soll auch frei von leeren Floskeln und Füllwörtern sein. Dazu zählen die Einstiegssätze „hiermit bewerbe ich mich auf Ihre Stellenanzeige vom 1.12.2009“ oder „mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige für die Stelle als Praktikanten für das Online-Marketing gelesen“. Sie verraten dem Personaler nichts Neues und langweilen.

Bewerbungsanschreiben

Ein interessanter Einstieg ist gefragt, am besten mit DEM Argument, warum du der ideale Mann (oder die ideale Frau) für den ausgeschriebenen Posten bist. Und da zählen deine Qualifikationen und Berufserfahrungen, die du beispielsweise so ausdrücken könntest: „nach einigen erfolgreichen Praktika im Online-Marketing bin ich mit den Aufgabenbereichen dieses Berufsfeldes bestens vertraut.“

Das Bewerbungsanschreiben ist deine Visitenkarte und muss Neugierde auf deinen Lebenslauf, Zeugnisse und die etwaigen Arbeitsproben wecken. Deshalb ist es wichtig, dass die markanten Qualifikationen für die angepeilte Stelle schon im Anschreiben herausgestellt werden. Dabei gilt, dass du die wichtigsten Punkte zuerst nennst. Wenn du über einen Mitarbeiter der Firma auf das Stellenangebot aufmerksam gemacht wurdest, solltest du das auch im Anschreiben erwähnen. So erweckst du einen sympathischen und informierten Eindruck. Das bedeutet auch, dass du das Anschreiben genau auf das Unternehmen, zu dem es geschickt wird, anpassen musst. Allgemein gehaltene Texte werden von den Profis von den Human Ressources sofort enttarnt und wandern oftmals in den Papierkorb.

Auch als Bewerber musst du dich souverän geben, das fängt schon im schriftlichen Bewerbungsanschreiben an und setzt sich idealerweise im Vorstellungsgespräch fort. Konkret heißt das, dass du das Konjunktiv vermeiden sollst. Formulierungen wie „ich möchte mich gerne bei Ihnen als xy bewerben“ oder „ich würde mich über ein Vorstellungsgespräch freuen“ sind fehl am Platz, denn immerhin möchtest du mit deinem zukünftigen Arbeitgeber quasi ein Geschäft machen – Arbeitskraft gegen Lohn. Letztlich willst du den Arbeitgeber ja nicht um einen Job anbetteln, sondern ihm deine wertvolle Arbeitskraft anbieten. Um dich gut zu verkaufen ist Selbstsicherheit gefragt.

Nicht verpassen! Im nächsten Teil erfährst du, was es bei den Formalia zu Schrift- und Onlinebewerbungen zu beachten gilt.

Hier geht`s zu Teil 2

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