Hoffnung auf mehr Personal an deutschen Hochschulen
Wer kennt das nicht. Man betritt, ohnehin schon gestresst und abgehetzt, den Vorlesungssaal und muss dann zu allem Überfluss auch noch feststellen, dass alle Plätze bereits besetzt sind. Mit Glück findet man auf der Treppe noch einen Platz, ansonsten heißt es: Stehplatz ganz hinten an der Wand.

Der Grund für dieses Übel sind dabei keineswegs zu kleine Vorlesungssäle. Vielmehr wird schlicht und ergreifend keine ausreichende Anzahl von Lehrveranstaltungen angeboten. Hierfür ist der akute Personalmangel an den deutschen Hochschulen verantwortlich. So muss man sich oftmals bereits glücklich schätzen, wenn man denn überhaupt noch in einen Kurs kommt – ob sitzend, stehend, in der Ecke oder auf halb auf dem Flur. Immer wieder kommt es vor, dass Studenten mit ihrer Regelstudienzeit in Verzug geraten, was sich vor allem auf die ohnehin meist recht angespannte finanzielle Situation der Studierenden negativ auswirkt.
Das akute Ungleichgewicht zwischen Lehrkräften und Studierenden besteht dabei nicht erst seit gestern. Bereits seit Jahren klagen Hochschulen sowie Studenten über die besagten Zustände unter denen letztlich alle Beteiligten zu leiden haben.
Vor dem Bildungsgipfel von Bund und Ländern Mitte letzten Dezember in Berlin haben die Hochschulen ihrer Forderung nach zusätzlichem Lehrpersonal nochmals Ausdruck verliehen. Auf dem Gipfel wurde beschlossen, bis zum Jahr 2015 die Bildungsausgaben auf 13 Milliarden Euro zu erhöhen. Es bleibt zu hoffen, dass bis dahin auch endlich zusätzliches Lehrpersonal eingestellt wird und so die Vorlesungssäle und auch die Nerven der Studierenden und Lehrkräfte entlastet werden. Über die genaue Verwendung der Gelder wird aber erst diesen Juni Klarheit herrschen.
(Quelle: www.spiegel.de)













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