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Das Bewerbungsfoto – kleines Detail mit großer Wirkung

2 März 2010 One Comment

Immer wieder berichten Fotografen von Unsicherheiten beim Kunden, so bald es um Bewerbungsfotos geht.  Warum ist das so?! Fotos kommunizieren zu einem bestimmten Grad etwas über die Persönlichkeit des Bewerbers und es unterstreicht in den Augen des Personalers die Wichtigkeit des Jobs für den Jobsuchenden. Außerdem suggeriert es ein gewisses Maß an Professionalität, die man später auch in den Beruf mit einbringt. Das Foto ist auch deswegen nicht zu vernachlässigen, weil es „emotionales Futter“ für den Betrachter bietet; mag der Lebenslauf auch noch so spannend sein, es sind im Endeffekt doch nur Worte, wohingegen ein Foto Emotionen transportiert.

Obwohl Bewerbungsfotos in Deutschland auf Grund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes zwar nicht verpflichtend notwendig sind, so wünschen sich dennoch die meisten Unternehmen, einen „persönlichen“ ersten Eindruck vom Bewerber zu bekommen. Da alles, was auf dem Foto zu sehen ist, in gewisser Art kommuniziert, können Personaler schon an der Frisur, am Blick in die Kamera etc. etwas über den Jobsuchenden erfahren. Ist das Bewerbungsfoto gut gemacht (so dass das Foto suggeriert, dass der Bewerber bestens in die Firma passt und nicht im Sinne von einem „schönen“ Foto, wie man es seinen Verwandten schenken würde), kann man schon erste Sympathiepunkte sammeln. Reicht man dagegen ein schlechtes Bewerbungsfoto ein – nun, dann kann die Bewerbung schon mal ganz schnell aussortiert werden. Schließlich gilt: Auch wenn man nicht (nur) wegen des Fotos eingestellt wird, kann man sehr wohl wegen des Fotos aussortiert werden! Eine Kölner Studie ergab, dass rund 50% der Bewerber alleine wegen ihres Fotos schon in der Vorrunde aussortiert werden!

Um das zu vermeiden, sollte man einiges beherzigen, denn es kann leicht was falsch gemacht werden. Damit euch das nicht passiert, hier eine kleine do’s and don’ts Liste, wie man sich am besten präsentieren sollte:

Don’ts:

  • keine privaten Fotos oder Fotos aus dem Passbildautomaten! Personaler erkennen gute Qualität.
  • Legere Kleidung ist ein absolutes Tabu! Für Hochschulabsolventen gilt im Allgemeinen der Business-Dresscode. Generell solltet ihr euch so kleiden, wie ihr auch zum Bewerbungsgespräch gehen würdet.
  • Nicht zuviel Schminke auftragen! Schließlich wollt ihr den Personaler nicht von euren Fähigkeiten ablenken.
  • Auch besser vermeiden: Zuviel Schmuck. Piercings können beim Fotografen z.T. retuschiert werden, aber alles, was nicht dezent ist, lenkt nur vom Gesicht ab und erinnert an den Tannenbaumlook. Und Weihnachten muss nun wirklich nicht das ganze Jahr über sein, oder?
  • Ihr wollt euch bei Banken und Versicherungen flippig präsentieren, um neuen Schwung in die Firma zu bringen? Lasst das besser, denn es gibt kaum konservativere Branchen als diese. Gedeckte Farben sind hier also oberstes Gebot!
  • Nehmt keine Fotos, die schon lange nicht mehr up-to-date sind!

Do’s:

  • Nehmt euch Zeit, euren Fotografen auszusuchen. Wählt einen, der Erfahrungen mit Bewerbungsfotos hat und lasst euch Arbeitsproben zeigen, schließlich hat jeder Fotograf so seine eigene Art zu fotografieren.
  • Informiert euch über den Dresscode der Branche/der Firma. Das könnt ihr auf Absolventen- und Ausbildungsmessen machen oder schaut euch auf der jeweiligen Internetseite um. Es sollte wohl selbstverständlich sein, dass man sich bei einer Bewerbung bei der Postbank nicht unbedingt vor einem roten Hintergrund ablichten lässt.
  • Fühlt euch wohl in eurer Haut. Wenn ihr nur krampfhaft versucht, ein Optimalbild zu beschwören, in dem ihr euch in Klamotten zwängt, die so gar nicht zu euch passen, dann wird das meist nichts.
  • Lächelt! Ein freundliches Lächeln erzeugt Sympathie, am besten noch gepaart mit einem offenen Blick in die Kamera, ohne dass das Ganze aufgesetzt wirkt. Generell gilt auch, dass ein Lächeln mit Zähnen netter wirkt als mit geschlossenem Mund. Nicht vergessen: Mit Photoshop kann man heutzutage auch kleinere Makel gut retouchieren!
  • Der Blick sollte gerade gerichtet sein. Guckt besser nicht von unten herauf oder fragend. Das suggeriert dem Personaler nur Unsicherheit.
  • Achtet auf eure Haltung: Setzt euch entspannt, aber gerade mit breiten Schultern hin. Einen Sack Kartoffeln gibt es nämlich auch billig im Supermarkt.
  • Ansonsten fragt euren Fotografen über Trends bei der Bewerbungsfotografie. Gute Fotografen werden solche kennen und euch auch über die Branche und Position, um die es in der Bewerbung gehen soll, befragen und euch mit Rat und Tat zur Seite stehen, was Frisur, Hintergrund und Kleidung angeht.

Dies sind nur einige Punkte, die es zu beachten gilt. Viele denken aber gerade bei der Onlinebewerbung nicht daran und schnibbeln sich aus ihren Urlaubsbildern oder sonstigen Unterlagen ihr Bewerbungsfoto zurecht. Nehmt euch die Zeit, ein gutes Bewerbungsfoto zu schießen, denn es bringt letztendlich nur Vorteile.

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One Comment »

  • Walid said:

    habe sogar gelesen das nur das bild entscheidet ob man weiterkommt.

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