Gleiche Arbeit, gleicher Lohn?!
Anlässlich des Weltfrauentages am 08. März gab es wieder Statistiken und Auswertungen zur Gleichberechtigung der Frau. Ein kurzer mahnender Appell, dass es doch bitte so nicht weiter gehen könne und dass die Politik nun doch endlich etwas unternehmen müsse, damit die gleiche Arbeit auch das gleiche Geld mit sich bringt. Und nun?! Es wird aller Voraussicht nach wieder ziemlich genau 365 Tage dauern, bevor man sich erneut empört über die Bedingungen hierzulande, dass Frauen immer noch weniger Geld verdienen, wenn sie doch das gleiche machen. Wie kann so etwas möglich sein, in einer demokratischen Gesellschaft vor der alle gleich sein sollen? Warum bekommen Männer immer noch schneller den besser bezahlten Job, mehr Verantwortung und warum sind Frauen in der Regel der Technik immer noch nicht so wirklich zugeneigt? Mittlerweile bedient jeder einen Computer und kennt sich im Internet meist besser aus als in der direkten Nachbarschaft. Es liegt also z.T. immer noch an dem Rollenschema, das irgendwo in den Köpfen herum spukt und bei vielen alteingesessenen Chefs so vermutlich auch noch angewendet wird.
Natürlich haben auch die Frauen zum Teil selbst dran schuld – sie lassen sich schnell abweisen, suchen sich die „falschen“ Jobs (soziale Berufe, wie bspw. Diplompädagoge, für die Frauen prädestiniert sind, werden generell schlechter entlohnt als bspw. eine Elektroingenieur) und nehmen zu oft Teilzeitarbeit in Kauf. Aber auch das ändert sich ja; Frauen ziehen immer häufiger die Karriere der Familie vor und wenn sie Familie haben, dann versuchen sie alles so gut wie möglich unter einen Hut zu bekommen.
Lohngleichheit, das geht auch euch etwas an. Nach der Uni werdet ihr auf den Arbeitsmarkt losgelassen; Glück für euch, wenn ihr Männer seid, denn ihr habt gute Aussichten auf ein ordentliches Gehalt und Aufstiegschancen. Seid ihr dagegen Frauen, dann bedeutet das, dass ihr für eure Rechte kämpfen müsst. Es gibt mittlerweile „freiwillige“ Appelle an die Wirtschaft, sich um Lohngleichheit zu bemühen, aber aus unternehmerischer Sicht ist das in der Regel eher unwahrscheinlich, dass es umgesetzt wird. Ist ja klar, kostet im Endeffekt nämlich mehr Geld. Die Generationen vor uns haben für die Gleichberechtigung der Frauen gekämpft – heute haben wir sie vermeintlich erreicht, aber eine Gleichbehandlung gibt es nicht. Frauen sollen zwar nicht mehr nur das Heimchen am Herd sein – schließlich sind zwei Verdiener besser als einer – aber dass man dafür den gleichen Lohn erwarten darf, davon ist man auch in unserer Zeit in Deutschland noch ein gutes Stück entfernt.











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