Teil 2: Die Form ist nicht nur Formalismus

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Ein gut strukturiertes und übersichtliches Bewerbungsschreiben ist sowohl bei der schriftlichen, als auch bei der Online-Bewerbung ein Muss. Ganz klassisch gehört die eigene Anschrift samt Telefonnummer und E-Mail Adresse in die linke obere Ecke. Dabei sollte es mittlerweile selbstverständlich sein, eine seriöse E-Mail Adresse anzugeben, die Bestandteile des Vor-und Nachnamens enthält. Darunter geht es nach zwei Leerzeilen ebenfalls linksbündig mit der Adresse des Unternehmens samt Abteilung und Ansprechpartner weiter. Nach weiteren zwei Zeilen steht der Betreff am besten in Fettdruck, wobei das Wort „Betreff“ am Zeilenanfang nicht mehr üblich ist.

Es ist besonders wichtig, dass der richtige Ansprechpartner gefunden wird, wenn er bisher nicht bekannt ist. Meist reicht da ein kurzes Telefonat mit z.B. der Personalabteilung des jeweiligen Unternehmens und gleichzeitig kann man aufgrund dieses Telefonats einen aufmerksamen Einstieg in das Bewerbungsschreiben basteln: „wie Frau Körner mir in einem ersten Gespräch mitteilte, sind Sie…“.

Zur Länge des Anschreibens gibt es keine festen Regeln, doch wer den ersten Teil dieser Reihe bereits gelesen hat, wird wissen, dass es kurz und prägnant zugehen soll. Etwa drei Absätze sind da der Richtwert, in denen der Bewerber in sich stimmig auf den Punkt kommen soll.

Nach einer sympathischen Verabschiedung (auch hier ist das Konjunktiv fehl am Platz) und einer handschriftlichen Unterschrift werden die angehängten Unterlagen aufgeführt. Die Reihenfolge ist Lebenslauf, Arbeitsproben, dann Zeugnisse.

Bei Online-Bewerbungen gelten abgeänderte Regeln: Der Betreff gehört in die Betreffzeile und die Adressen fallen weg. Die eigene Adresse taucht am Ende des Schreibens als Signatur auf. Dazu wird das Anschreiben gesondert als PDF-Dokument an erster Stelle beigefügt, wobei dann die Formatierung wie bei einer schriftlichen Bewerbung zutrifft.

Wie sooft müssen auch bei der Bewerbung die Flüchtigkeitsfehler ausgemerzt werden. Also lieber mehrmals die Bewerbungsunterlagen durchgehen, als einen schludrigen Eindruck beim Personaler erwecken. Immerhin willst du bestimmt nicht, dass man dich auch bei der Arbeit für einen Schussel hält? (Quelle: Focus Online)

Im nächsten Teil geht es bei Stil und Ausdruck in die Tiefe. Nicht verpassen!

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