Erfolgsrezept: Spaß an der Arbeit! Interview mit Angela Rattinger Keller von der HolidayCheck AG

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Die HolidayCheck AG ist ein Onlineportal, das sowohl Urlaubermeinungen zu Reisezielen und Hotels ins Netz stellt, damit man bösen Überraschungen im Urlaub entgeht, als auch Buchungen ermöglicht. Auch ihr seid beim Durchstöbern von Internetangeboten auf der Suche nach der passenden Reise bestimmt schon www.holidaycheck.de gestoßen. Die HolidayCheck AG ist darüber hinaus aber auch ein interessanter Arbeitgeber, der bei Arbeitgeberbewertungsportalen sehr gut abschneidet. Eine ausgeprägte Internetaffinität, Spaß an der Arbeit und am Thema Reisen werden hier vorausgesetzt. Hört sich interessant an? Dann lest hier weiter, was Frau Rattinger Keller, Personalmanagerin bei der HolidayCheck AG, über das Unternehmen zu berichten hat!

Frau Rattinger Keller, warum sollten sich Absolventinnen und Absolventen gerade bei Ihnen bewerben? Welche Vorteile werden hier gegenüber anderen Unternehmen geboten?

Angela Rattinger Keller: Die HolidayCheck AG bietet eine direkte Eingliederung ins Team mit herausfordernden Aufgaben am Puls der Zeit in einem stark wachsenden und sehr erfolgreichen Unternehmen. Auch Praktikanten werden wie vollwertige Mitarbeiter behandelt.

Das hört sich doch sehr vielversprechend an! Auch wird man hier als Praktikant wohl nicht den ganzen Tag mit Kaffeekochen verbringen müssen. Frau Rattinger Keller, wie sind Sie denn selbst bei der HolidayCheck AG gelandet?

Angela Rattinger Keller: Ich bin aus rein privaten Gründen in die Schweiz zu meinem Mann umgezogen und habe mein Arbeitsverhältnis als Senior Personalreferentin bei der United Internet AG in Karlsruhe gekündigt. Da ich die Internetwelt als Arbeitsumfeld sehr geschätzt habe, wollte ich unbedingt wieder in ein Internetunternehmen und habe mit der Ausschreibung bei der HolidayCheck AG als HR Managerin genau die für mich passende Aufgabe in einem wirklich tollen Umfeld gefunden.

Frau Rattinger Keller, Sie sagten einmal, dass Sie die HolidayCheck AG im „war of talents“, also im Kampf um qualifizierte Mitarbeiter als attraktiven Arbeitgeber positionieren wollten. Inwieweit ist Ihnen das bereits geglückt und welche Maßnahmen ergreifen Sie im Bereich des Employer Branding?

Angela Rattinger Keller: Das war tatsächlich mein Ziel, als ich bei der HolidayCheck AG 2008 startete und unsere Wachstumszahlen beweisen, dass wir uns auf dem Arbeitsmarkt sehr gut behaupten. Als ich im Januar 2008 bei der HolidayCheck AG startete, waren es ca. 40 Mitarbeiter. Heute, nach etwas mehr als 2 Jahren, haben wir über 140 Festanstellungen und rechnen über 220 Mitarbeiter in der Gehaltsabrechnung ab. Im Bereich Employer Branding gehen wir zusammen mit unserer Muttergesellschaft alle bekannten Kanäle, wobei wir da nie am Ende angelangt sind.

Die HolidayCheck AG ist eine Online-Plattform; Internetaffinität wird also vorausgesetzt. Ist das auch der Grund, warum Sie Online-Bewerbungen gegenüber Bewerbungen per Post bevorzugen und auf Ihrer Internetseite ein Online-Bewerbungsformular anbieten, so dass nur noch Anschreiben und Lebenslauf hinzugefügt werden müssen?

Angela Rattinger Keller: Sicherlich ist dies ein Grund. Allerdings geben in einem „state of the art“ Unternehmen und bei einem derart starken Wachstum auch andere Gründe den Ausschlag für diesen Bewerberweg. Wir haben 2008 ein Personalinformationssystem implementiert, das neben der digitalen Personalakte auch das Bewerbermanagement abwickelt und die Online-Bewerbungsmöglichkeit direkt integriert. Damit haben wir ein ausgereiftes System im Bewerbermanagement, das dem starken Wachstum und dem Bewerberaufkommen Rechnung trägt. Controllingthemen und viele andere relevante Bausteine im Bewerbermanagement können damit auf „Knopfdruck“ erledigt werden. In einem wirtschaftlich denkenden Unternehmen ist ein effizient abgewickeltes Bewerbermanagement absolut notwendig. Daher bieten wir auch das Online-Bewerbungsformular an. Dadurch sind die Profile relativ schnell vergleichbar und die effiziente und reibungslose Abwicklung des Bewerberaufkommens wird so gesichert.

Man merkt also, bei der HolidayCheck AG nimmt das Internet eine herausragende Stellung ein. Frau Rattinger Keller, auch Social Media spielt eine wichtige Rolle in Ihrem Unternehmen. Nutzen Sie vor einem Vorstellungsgespräch Facebook und Co., um weitere Anhaltspunkte zu den Bewerbern zu bekommen? Falls ja: Gibt es Entdeckungen, die man als BewerberIn möglichst vermeiden sollte?

Angela Rattinger Keller: Aktuell nutze ich Facebook dazu nicht. Gelegentlich „google“ ich den Namen und lese mir die gelisteten Informationen auf. Einen Rat geben, was ein/e BewerberIn vermeiden sollte, das möchte ich definitiv nicht. Der gesunde Menschenverstand sollte jedem dabei helfen zu entscheiden, welche Informationen man allen im www offenbaren möchte.

Die HolidayCheck AG wirbt damit, dass Beruf und Familie bei diesem Unternehmen vereinbar sind. Inwiefern ermöglichen Sie diese Vereinbarkeit?

Angela Rattinger Keller: In der Schweiz gibt es keinen Erziehungsurlaub wie z.B. in Deutschland.  Wir bieten einige Leistungen, um dies etwas abzufedern wie z.B. Teilzeitmodell in der Anfangsphase. Auch bezuschussen wir zum Teil unter gewissen Bedingungen die Unterbringung betreuungspflichtiger Kinder während der Arbeitszeit.

Generell erscheint Ihr Unternehmen sehr arbeitnehmerfreundlich ausgerichtet zu sein: Auf der Arbeitgeberplattform kununu.com schneidet die HolidayCheck AG sehr gut ab. Das ist nicht sonderlich verwunderlich; allein das Lohnnebenleistungsspektrum ist breit gefächert: Es werden flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, eine betriebliche Altersvorsorge, Gesundheitsmaßnahmen, Mitarbeiter Events u.v.a.m. geboten. Inwieweit sehen Sie solche Extras als notwendige „Zutaten“ für eine zufriedene Mitarbeiterkultur und inwieweit „überprüfen“ Sie die Zufriedenheit der Mitarbeiter?

Angela Rattinger Keller: Aus meiner Sicht muss das Gesamtpaket stimmen und wenn die Lohnnebenleistungen gepaart werden mit einem tollen Arbeitsumfeld, in dem sich die Mitarbeiter wohlfühlen, wo offener respektvoller Umgang miteinander genauso wie viel Spaß an der Arbeit und stetige Personalentwicklung zur Tagesordnung gehören, dann ist eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und eine Fluktuation von beinahe 0% die Folge. Dass die Mitarbeiter der HolidayCheck AG sehr zufrieden sind, das hat eine erst kürzlich durch unsere Muttergesellschaft TFAG extern in Auftrag gegebene Mitarbeiterbefragung mit eindeutig positiven Ergebnissen bewiesen. Auch halten wir unsere Mitarbeiter dazu an, auf Bewertungsplattformen wie z.B. kununu.com ihre Meinung zu äußern. Dies ist wichtig als weiterer Teil eines Feedbackkanals neben bspw. Mitarbeiterbefragungen. Da wo noch Verbesserungsbedarf aufgedeckt wurde packen wir an!

Das hört sich nach einem Unternehmen an, in dem der Arbeitnehmer an erster Stelle steht und wo die Meinung des Einzelnen noch zählt! So macht es bestimmt viel Spaß, bei der HolidayCheck AG zu arbeiten. Aber wie sieht es mit der Work-Life-Balance aus? Frau Rattinger Keller, ich habe gelesen, dass Sie eine Dalmatinerhündin haben. Inwieweit hilft sie Ihnen, Ihre persönliche Work-Life-Balance im Einklang zu halten? Was raten Sie insbesondere Berufsanfängern, die des Öfteren dazu neigen, völlig hochmotiviert über das Ziel herauszuschießen und nur noch für den Beruf leben?

Angela Rattinger Keller: Das ist eine schwierig zu beantwortende Frage, schließlich muss jeder selbst für sich entscheiden, wie wichtig einem die Karriere und der Beruf an sich sind und die Work-Life-Balance wird jeder für sich individuell definieren. Ich bin seit meinem Studienabschluss in 1996 kein gutes Vorzeigeobjekt betreffend einer für mich guten Work-Life-Balance gewesen. Aber der Dalmatiner zwingt mich nun zu einer gewissen Regelmäßigkeit, die auch das Abschalten einbezieht und dafür bin ich der Dame auch dankbar.

Ein paar praktische Tipps, vielleicht auch in knappen Sätzen:
Worauf achten Sie bei Bewerbungen als Erstes? Worauf legen Sie den größten Wert?

Angela Rattinger Keller: Die Bewerbung als Gesamtpaket (Aufbau und Inhalt) sollte vollständig und aussagekräftig sein. Des Weiteren schaue ich mir den CV, die Bewertungen der Arbeitszeugnisse sowie das Tätigkeitsprofil beim letzten Arbeitgeber an.
Was sind sofortige Ausschlusskriterien?

Angela Rattinger Keller: Wenndiefachlich vorgegebenen Kriterien in keinster Weise erfüllt sind.
Bewerbungsfotos in Farbe oder schwarz-weiß?

Angela Rattinger Keller: Egal.
Was denken Sie über Bewerbungsvideos: Zukunft oder Hype?

Angela Rattinger Keller: Ich habe bereits derartige Videos bekommen. Ich fand es lustig und abwechslungsreich; aber es hat für mich keinerlei Einfluss auf den Bewertungsprozess eines Kandidaten, wenn nicht vielleicht die Erstellung des Videos jobrelevant ist.

Zum Schluss noch der beste Karrieretipp, den Sie jemals erhalten haben:

Angela Rattinger Keller: Das ist für mich eine schwere Frage, denn man bekommt sehr viele Tipps im Leben. Auch hier muss man seinen eigenen Weg finden und sein Leben gestalten. Das gestalterische Element finde ich hier zentral. Ich habe mein Berufsleben immer so gestaltet, dass es mir Spaß gemacht hat. Mit viel Spaß an der Arbeit hat man die Chance richtig gut zu sein. Wenn die Aufgaben eine Leidenschaft sind in denen man aufgeht und die zu den eigenen Qualifikationen passen dann ist es für mich ein optimaler Match. Ich bin meine Stellen konsequent angegangen und wenn es einmal nicht gepasst hat, habe ich auch eine Richtungsänderung angestoßen und bin damit sehr gut gefahren.

Vielen Dank Frau Rattinger Keller für dieses überaus aufschlussreiche Interview! Wer nun Interesse an der HolidayCheck AG gefunden hat, der kann sich ja mal auf der Internetseite www.holidaycheck.de umschauen. Auch beim nächsten Mal werden wir wieder hinter die Kulissen blicken, um euch wertvolle Tipps und Anregungen liefern zu können!

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1 Kommentar

  1. KarlRoberts on

    Wer wollte ja nicht in einer solchen Firma arbeiten? 🙂 KLingt wie der perfekte Arbeitgeber.

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