Aus- und Weiterbildung – eine Alternative zum Studium?

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Nach dem Abitur schwanken viele Schüler bei der Wahl zwischen Studium und Berufsausbildung. Denn beide Ausbildungsvarianten bieten Vor- und Nachteile. Die vermeintlichen besseren Karrierechancen führen bei vielen dann zu der Entscheidung studieren zu gehen. Doch könnte eine Ausbildung in Kombination mit einer anschließenden Weiterbildung eine Alternative zum Hochschulabschluss sein?

Abschluß

Die Vorteile eines Hochschulstudiums liegen in der hohen Flexibilität und den guten Karrierechancen. Studierende profitieren von der eigenverantwortlichen und flexiblen Einteilung ihres Studienplans und ihrer Freizeit. Auch die spätere Berufswahl ist durch das meist breiter gefächerte Wissen und  die vielseitige Qualifikation flexibler als bei einer Berufsausbildung. So lässt sich der genaue Berufswunsch, über den sich viele Abiturienten noch nicht im Klaren sind, im Zweifel erst im Laufe der Studienzeit heraus filtern, zum Beispiel mit Hilfe von Praktika und Werkstudententätigkeiten, die Einblicke in verschiedene Berufe und Unternehmen bieten. Außerdem bietet ein Studium im Rahmen eines Auslandssemesters die Möglichkeit, seine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern, Erfahrungen zu sammeln und fremde Kulturen kennen zu lernen. Derartige Auslandserfahrungen sind ein zusätzlicher Blickfang im Lebenslauf. Und last but not least, erhalten Hochschulabsolventen in der Regel ein höheres Einstiegsgehalt und haben höhere Chancen für Gehaltssteigerungen.

Diesen Vorteil stehen jedoch auch eine Reihe Nachteile gegenüber. Mit der Flexibilität auf der einen Seite, gehen auf der anderen Seite ein hohes Maß an Disziplin, Eigeninitiative, Geduld und Beharrlichkeit einher. Man erhält keine oder kaum Anleitung und Führung und muss sich zudem um jegliche Organisation selbst kümmern. Manche Vorlesungen werden vor vielen hundert Studierenden gehalten. Hier fehlt häufig auch der persönliche Ansprechpartner bei Rückfragen. Wer mit dem Lernstoff nicht mitkommt, hat im schlimmsten Falle eben Pech gehabt. Außerdem sind die vermittelten Lehrinhalte zumeist theoretischer Natur. Der Praxisbezug bleibt an Universitäten vielfach außen vor, was den Einstieg in den beruflichen Alltag erschwert. Das wohl stärkste Argument gegen ein Hochschulstudium sind jedoch die Kosten – sowohl die Opportunitätskosten (was könnte ich bereits verdienen, wenn ich nicht studieren, sondern Vollzeit arbeiten würde?), als auch die Gebühren und die Kosten für Lernmittel, etc. Oftmals ist eine Studienfinanzierung notwendig, so dass eventuelle Kredite später abbezahlt werden müssen. Oder aber der Lebensunterhalt muss neben dem Studium durch Studentenjobs etc. verdient werden, was gegebenenfalls die Studiendauer noch verlängern kann.

Eine Alternative zum Studium könnte es sein, nach einer Berufsausbildung entsprechende Fort- und Weiterbildungsangebote zu nutzen, wie zum Beispiel eine Weiterbildung bei Teutloff. So könnte man beispielsweise anstatt Diplom-Kaufmann, geprüfter Wirtschaftsfachwirt werden, wodurch man eine Qualifikation für Positionen im mittleren Management erwirbt. Dadurch könnte der Nachteil der hohen Kosten eines Studiums ausgeglichen werden während gleichzeitig ähnliche Karrierechancen bestehen wie für Hochschulabsolventen.

Fazit: Sowohl Studium, als auch Berufsausbildung haben Vor- und Nachteile und auch wer sich für eine Ausbildung entscheidet, kann im Nachhinein für bessere Karrierechancen entsprechende Zusatzqualifikationen erwerben. Welcher Werdegang individuell am besten geeignet ist, ist wohl in erster Linie Geschmacksache und hängt von den persönlichen Zielen ab.

Aus- und Weiterbildung – eine Alternative zum Studium?
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