Verfassen von Hausarbeiten – Tipps und Empfehlungen

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Hausarbeiten spielen beim Studium eine zentrale Rolle, gleichermaßen wie Klausuren. Insbesondere bei geisteswissenschaftlichen Studiengängen sind Hausarbeiten bedeutend beim Erwerb der Leistungsscheine. Universitäten und Lehrinstitute setzen Hausarbeiten konkret ein, um auf kommunikativer, organisatorischer, formaler und sprachlicher Ebene Kompetenzen zu vermitteln. Studenten sollten die damit einhergehende Herausforderung weniger als Belastung, sondern mehr als wertvolle Vorbereitung auf bevorstehende Examensarbeiten betrachten. Trotz der elementaren Bedeutung von Hausarbeiten, tun sich viele Studenten schwer damit, Zuhause selbstständig und produktiv daran zu arbeiten. Die folgenden Tipps können das Vorhaben erleichtern.

© gzorgz - Fotolia.com

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Inhaltsverzeichnis und Absprache

Bevor es ans eigentliche Schreiben geht, gilt es das Thema zu gliedern und ein sinnvolles Inhaltsverzeichnis aufzustellen. Das ist für ein strukturiertes Arbeiten unverzichtbar, um sich die Arbeit aufteilen zu können. Dabei ist es ratsam mit den Professoren zusammenzuarbeiten und gemeinsam die grobe Ausgestaltung des Themas festzulegen. Um eine falsche Erwartungshaltung zu vermeiden, sind auch Abweichungen von der Ausgestaltung, die sich während der Literaturrecherche ergeben können, anzusprechen. Ist das vorläufige Inhaltsverzeichnis fertig, kann ein Professor es beurteilen. Damit wird vermieden, dass die Hausarbeit thematisch verfehlt wird.

Inhaltliche Struktur

Sobald das Inhaltsverzeichnis feststeht, fällt es leichter die inhaltliche Struktur zu konkretisieren. Generell werden bei einer wissenschaftlichen Hausarbeit fünf Kapitel verlangt:

  • Einleitung in die Fragestellung
  • These
  • Antithese
  • Synthese
  • Fazit

Zwar gibt es hierbei abhängig vom Thema unterschiedliche Auslegungen, die Anzahl der Kapitel bleibt jedoch bestehen. Damit das Geschriebene für den Leser nachvollziehbar wird, werden Unterstrukturen in Form von Unterkapiteln eingesetzt. Auch der korrekten Gliederung und Formatierung ist die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Grundsätzlich ist es entscheidend für das zügige Vorankommen und erfolgreiche Verfassen einer Hausarbeit, dass die Arbeit in Zwischenziele und Teilaufgaben untergliedert wird. Das fördert nicht nur die Motivation, sondern trägt gleichzeitig positiv zur übersichtlichen Arbeitsweise bei. Wer detaillierte Tipps und weiterführende Informationen zum Thema Gliederung, Formatierung und Hilfe bei der Hausarbeit benötigt, findet auf dem Onlineportal unter gwriters.de mehr dazu.

Umgang mit Zitaten

Die wörtliche Übernahme von Textpassagen aus Quellen ist bei Hausarbeiten tabu. Professoren reagieren empfindlich darauf. Auch wenn die Nutzung von Quellen unumgänglich ist, ist das erlangte Wissen aus der entsprechenden Literatur stets in eigene Worte zu fassen. Zitate sind zwar nicht verboten, sollten dann aber entsprechend gekennzeichnet sein. Zu viel des Guten wird wiederum negativ bewertet. Zitate sind nur dann passend, wenn sie besonders wichtig sind oder das Erfassen des thematischen Zusammenhangs erleichtern. Bei der Übernahme von Zitaten muss zudem darauf geachtet werden, ob diese überhaupt zitierfähig sind. Unter wissenschaftliches-arbeiten.org wurde hierzu folgende Aussage gemacht: „Grundsätzlich zitierfähig sind alle wissenschaftlichen Texte, die z. B. in der Universitätsbibliothek oder Fachbereichsbibliothek vorgehalten werden. Dazu gehören unter anderem: Monographien, Handbücher, Aufsätze aus wissenschaftlichen Zeitschriften und Artikel aus Fach-Lexika.“

Die ALPEN-Methode

Die sogenannte ALPEN-Methode kann beim Bearbeiten einer Hausarbeit behilflich sein:

  • A = Aufgaben erfassen (dazu zählt auch die Terminierung)
  • L = Länge / Dauer von Aufgaben und Terminen realistisch einschätzen
  • P = Pausen und Freiräume einkalkulieren
  • E = Entscheidungen treffen zur Priorität und Reihenfolge von Aufgaben
  • N = Nachkontrolle von Aufgaben, Übertragung von unerledigtem
© Arman Zhenikeyev - Fotolia.com

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Bei der Alpen-Methode ist es entscheidend sich streng an die Vorgehensweise zu halten. Nachdem sämtliche Aufgaben erfasst wurden, die für die Fertigstellung der Hausarbeit von Belang sind, gilt es den nötigen Zeitaufwand einzuschätzen. Dabei sollte die persönliche Arbeitsweise und das Arbeitstempo einbezogen werden. Um sich nicht zu überfordern sind Pausen notwendig. Lediglich 60 Prozent der Zeit sollte mit fixen Aufgaben verplant sein. Beim Treffen von Entscheidungen zur Priorität ist striktes und konsequentes Handeln angebracht. Das Abhaken von erledigten Aufgaben hilft beim Nachkontrollieren und dabei den Überblick zu bewahren sowie dauerhaft motiviert zu bleiben. Die Nutzung von To-Do-Management Tools wie beispielsweise die kostenlose Software Wunderlist ist vorteilhaft.

Allgemeine Tipps zur Arbeitsgestaltung

Neben einer organisierten Arbeitsweise und der richtigen Vorgehensweise beim Aufbau von Hausarbeiten ist das direkte Arbeitsumfeld ein entscheidender Faktor für das erfolgreiche Abschließen der Arbeit. Beispielsweise wirken sich ein aufgeräumter Schreibtisch und ein ideales Raumklima positiv auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Ruhe und ein lichtdurchfluteter Arbeitsplatz sollten gleichermaßen Bestandteil der Arbeitsumgebung sein. Auch die Bedeutung der richtigen Sitzhaltung ist keinesfalls zu unterschätzen. Im Ratgeberfilm von fitundgud.de erläutert Gesundheitscoach Timo Gudrich wie der Schreibtisch ergonomisch eingerichtet wird und welche Maßnahmen die Konzentration außerdem begünstigen.

Weitere praktische Tipps zum konzentrierten Arbeiten für bessere Arbeitsergebnisse haben wir hier bereits zusammengetragen.

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Bildquellen

  • Hausarbeit schreiben: © gzorgz - Fotolia.com
  • Checklist: © Arman Zhenikeyev - Fotolia.com
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