Gesund im Beruf trotz Erkältungs- und Grippezeit

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Lehrer, Dozenten, Angestellte in Banken und Behörden, Ärzte und Krankenschwestern: Diese Berufsgruppen stehen tagtäglich in Kontakt mit dutzenden Personen – und sind daher in der kalten Jahreszeit besonders gefährdet, an einer Erkältung oder Grippe zu erkranken. Welche Möglichkeiten gibt es, sich vor einer Ansteckung zu schützen? Wie kann man allgemein vorbeugen? Welche Tipps helfen im Alltag?

© milanmarkovic78 - Fotolia.com

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Erkältung oder Grippe, das ist hier die Frage!

Frei nach Shakespeare steht man im Herbst und Winter häufiger vor der Frage: Echte Grippe oder doch „nur“ eine Erkältung? Vor allem, weil im allgemeinen Sprachgebrauch die Bezeichnung „Grippe“ meist auch für eine Erkältung verwendet wird; zudem gibt es auch noch „grippaler Infekt“ als dritten Begriff – ein Synonym für Erkältung. Dabei unterscheiden sich die Erkrankungen voneinander.
Bei einer Erkältung setzen die Symptome langsam ein und meist treten zu Beginn ein Kratzen im Hals und Schnupfen auf. Wer sich jedoch mit einer echten Grippe angesteckt hat, wird sehr schnell starke Symptome wie stechende Halsschmerzen und Fieber bemerken. Auch das allgemeine Krankheitsgefühl ist bei einer Grippe deutlich stärker ausgeprägt als bei einer Erkältung: Ist man bei einer Erkältung zwar geschwächt, aber durchaus arbeitsfähig, so kann man sich bei einer Grippe meist nur schwer auf den Beinen halten.
Weitere Unterscheidungsmerkmale von Grippe und Erkältung

Ansteckung vermeiden, Erkältung vorbeugen

Vor einer Erkältung oder einer Grippe kann man sich auf zwei Arten schützen:

  • Man sollte das individuelle Ansteckungsrisiko so gering wie möglich halten und
  • das eigene Immunsystem in Schwung bringen.

Ansteckung vermeiden

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, einer Ansteckung mit Erkältungs- oder Grippeviren vorzubeugen. Dazu zählen:

  • häufiges Händewaschen mit Seife (so werden die Viren von den Händen gewaschen und können beim Essen oder beim Naseputzen nicht auf die Schleimhäute von Mund und Nase gelangen)
  • Abstand halten (Viren werden beim Husten oder Niesen über die sogenannte Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen; halten Sie daher Abstand zu erkrankten Kollegen oder Familienmitgliedern)
  • Handschlag vermeiden (auch hier gilt: Die Viren können über die Hände auf die Schleimhäute gelangen; generell sollten „verschnupfte“ Personen von sich aus auf das Händeschütteln verzichten, um andere nicht anzustecken)
  • Türen, Haltegriffe und Co. meiden (Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln tummeln sich hier häufig Viren, Bakterien und Co.; am besten lassen Sie im Winter einfach die Handschuhe an oder Sie desinfizieren sich anschließend die Hände)

Erkältung vorbeugen

Ein starkes Immunsystem ist ein guter Partner in der kalten Jahreszeit. Es kann eingedrungene Krankheitserreger abwehren und schützt uns so vor Erkältung, Grippe und Co. Ist es jedoch angeschlagen, zum Beispiel weil wir müde oder gestresst sind, kann die Abwehr Lücken haben und Viren und andere Krankheitserreger haben ein leichteres Spiel. Doch wie können Sie Ihr Immunsystem unterstützen?

  • Passende Kleidung hält den Körper warm. Kalte Gliedmaßen werden nicht so gut durchblutet und bieten so eine Angriffsfläche für Krankheitserreger.
  • Wer viel trinkt, tut seinen Schleimhäuten Gutes. Denn sind diese ausreichend befeuchtet, klappt der natürliche Abtransport von Viren und Co., die auf die Schleimhäute gelangen, einwandfrei und die Erreger haben keine Chance, in den Körper einzudringen.
  • Auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung tut dem Immunsystem gut. Wer seinen Körper ausreichend mit Vitamin C und Immunboostern wie Zink versorgt, muss sich nicht vor Krankheitserregern fürchten. Daher sollten täglich frisches Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen, aber auch mageres Fleisch, Milchprodukte und Getreide.
  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft ist ebenfalls bestens dazu geeignet, das Immunsystem zu stärken – und das sogar zweifach.
    1. Die Frischluft ist deutlich feuchter als Raumluft und hält damit ebenfalls die Schleimhäute intakt.
    2. Sport kurbelt den gesamten Stoffwechsel an und damit auch das Immunsystem. Die Folge: Schadstoffe und eingedrungene Krankheitserreger werden besser abtransportiert und die Immunzellen aktiviert.

Tipps für den Berufsalltag

Regelmäßiges Lüften hilft, die Schleimhäute in Mund, Nase und Rachen feucht zu halten und diese so bei der Erregerabwehr zu unterstützen.
Stellen Sie sich außerdem eine Flasche Wasser, Fruchtsaftschorle oder eine Kanne Tee griffbereit. Damit werden die Schleimhäute ebenfalls befeuchtet.
Trick Nummer drei: Platzieren Sie eine Schale mit Wasser oder ein feuchtes Tuch auf der Heizung.
Packen Sie sich außerdem für die Mittagspause oder für Zwischendurch eine Kiwi, eine Orange oder eine rote Paprika ein. Diese Lebensmittel enthalten viel Vitamin C und helfen so, das Immunsystem zu unterstützen.
Noch ein Tipp für die Mittagspause: Gehen Sie spazieren. Die frische Luft lässt Sie durchatmen, Sie können abschalten und Ihr Körper sich erholen. Denn Dauerstress wirkt sich negativ auf den Körper und damit auf Ihr Immunsystem aus.

Diese Tipps helfen nicht nur, gesund durch Herbst und Winter zu kommen, sondern verschaffen auch dann Linderung, wenn man sich doch eine Erkältung eingefangen hat.

Hinweis: Wer erkrankt ist und sich sehr schlecht fühlt oder gar unter einer echten Grippe leidet, hat im Klassenzimmer, am Bankschalter oder im Hörsaal nichts verloren. Hier sind ein Arztbesuch und das Auskurieren zu Hause dringend angeraten.

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Bildquellen

  • Working when sick: © milanmarkovic78 - Fotolia.com
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