Starkes Schwitzen im Job – Ursachen, Tipps und Hilfe gegen den Karrierekiller

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In wenigen Minuten startet das Meeting mit dem Chef oder mit einem wichtigen Kunden und plötzlich bilden sich kreisrunde Schweißflecken unter den Armen sowie am Rücken: Was für viele Menschen zu den absoluten Horrorvorstellungen gehört, ist für manche, die sehr schnell ins Schwitzen geraten, Realität. Wie Sie die unangenehmen Schweißattacken künftig vermeiden können, lesen Sie hier.

© contrastwerkstatt – fotolia.com

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Ursachen einer übermäßigen Schweißproduktion

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, welche die Schweißproduktion ankurbeln können:

  • Hormonschwankungen bei Frauen: Kurz vor oder während der Periode schwitzen Frauen in der Regel im Achselbereich etwas kräftiger als sonst. Gleiches geschieht, wenn der Hormonspiegel in den Wechseljahren absinkt (Hitze-Wallungen).
  • Nervosität: Sind wir vor einem wichtigen Gespräch angespannt, steigt der Adrenalinspiegel im Körper, was unter anderem zu einer gesteigerten Wärmeproduktion führt. Um nicht zu überhitzen, produzieren die Drüsen vermehrt Schweiß.
  • Scharfes Essen: Wurde das Essen mit reichlich Chili abgeschmeckt, kann dies einen kurzfristigen Schweißausbruch herbeiführen.
  • Krankheiten: Bestimmte Erkrankungen können eine übermäßige Schweißproduktion fördern. Dazu zählen Störungen im Stoffwechsel, Schilddrüsenerkrankungen, Krebs oder manche Tumore.
  • Hyperhidrose: Diese Erkrankung besteht möglicherweise, wenn Menschen auch dann stark schwitzen, obwohl sie sich gar nicht körperlich betätigen. Betroffene transpirieren so stark, dass sie mehrmals täglich durchgeschwitzte Kleidung und Schuhe wechseln müssen.

Starkes Schwitzen ist also nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Hegen Sie den Verdacht, an Hyperhidrose oder einer anderen Erkrankung zu leiden, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen. Dieser kann mittels verschiedener Fragen und Tests die richtige Diagnose stellen und anschließend eine geeignete Therapie einleiten.

Behandlungsmöglichkeiten und Tipps fürs Büro

Zu den eher heftigeren Methoden, das übermäßige Schwitzen in den Griff zu bekommen, zählen operative Eingriffe: Die Schweißdrüsen können vollständig entfernt oder mit Botox (Botulinumtoxin) unterspritzt werden. Letzteres lähmt die Schweißproduktion der Drüsen.

Bevor Sie sich jedoch bei Ihrem Arzt über solche Maßnahmen informieren, sollten Sie zunächst einige, deutlich schonendere Tricks ausprobieren, um zumindest das Schwitzen während der Arbeit zu minimieren.

Folgende Maßnahmen kommen infrage:

  • Wenn es möglich ist, sollten Sie zumindest in den extrem heißen Hochsommermonaten über vorgezogene Arbeitszeiten Wer in den frühen Morgenstunden anfängt, hat nicht nur zeitig Feierabend, sondern ist auch bei der stickigen Hitze am Nachmittag zu Hause.
  • Sollte dies nicht möglich sein, können Sie bei Ihrem Chef auch den Wunsch nach einem Sonnenschutz an Ihrem Fenster äußern, um nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgeliefert zu sein.
  • Sofern es nicht der Anzug oder das Kostüm sein muss, sollten Sie besser auf luftige, schwingende Kleidung im Büro zurückgreifen. Achten Sie auch auf zarte Stoffe wie Chiffon oder Leinen sowie helle Farben, die die Schweißflecke nicht sofort preisgeben.
  • Ein nasses Gästehandtuch oder ein Waschlappen wird auf der Toilette schnell zum Frische-Kick für zwischendurch. Einfach mit kaltem Wasser befeuchten, auswringen und einige Momente im Nacken wirken lassen.
  • Einen ähnlichen Effekt hat das Waschen der Unterarme mit kaltem Wasser. Ein paar Minuten sollten Sie die Abkühlung allerdings schon genießen, damit sie Wirkung zeigt.
  • Verzichten Sie in der Mittagspause auf das scharfe Curry-Gericht in der Kantine – auch wenn es noch so lecker aussieht. Besser geeignet sind leichte, milde Speisen.
  • Zudem sollten Sie täglich rund zwei Liter Wasser, im Sommer bis zu drei Liter, zu sich nehmen. Vorausgesetzt, dies ist gesundheitlich unbedenklich (erkundigen Sie sich am besten nach Ihrer individuellen Trinkmenge bei Ihrem Arzt). Möglichst verzichten sollten Sie auf Kaffee. Nicht etwa, da er, wie manch einer denkt, dem Körper Wasser entzieht, sondern weil er die Körpertemperatur anhebt und so schweißtreibend wirkt.

Nicht nur während der Arbeit können Sie auf eine Reihe akuter Maßnahmen zurückgreifen, es gibt auch Möglichkeiten, wie Sie Schweißattacken künftig vorbeugen können. Experimentieren Sie hier ruhig ein wenig: Manche Betroffenen trainieren etwa die Schweißproduktion ihres Körpers mit Sport oder regelmäßigen Saunabesuchen, andere schwören auf homöopathische Mittel oder Akkupunktur im Kampf gegen den Schweiß.

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  • geschäftsmann im büro mit ventilator im hintergrund: © contrastwerkstatt – fotolia.com
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