Muss ich unbedingt während des Studiums ins Ausland?

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Reisen bildet, und sich eine Weile in der Welt herum zu treiben, gefällt sicher den meisten Studenten. Dennoch scheint sich in den letzten Jahren ein Trend abzuzeichnen, der aus dem Spaß an der Auslandserfahrung ein Muss, also eine Art Zwang, macht. Es stellt sich die Frage, ob wirklich jeder Student länger im Ausland gewesen sein muss.

© lassedesignen - fotolia.com

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Natürlich macht es sich gut, auf Aufenthalte in Brasilien, England, gar Japan, im Lebenslauf hinweisen zu können. Wenn Sie sich in einer Firma bewerben, die Kontakte zu besagten Ländern hat, ist dies sogar ein Kriterium, das Sie als Bewerber eine Stufe weiter nach oben auf der Liste steigen lässt. Nur wissen Sie als aktuell noch Studierender doch noch gar nicht, wohin es Sie einmal beruflich verschlagen wird. Wie sollten Sie sich jetzt schon für ein Land entscheiden können? Darum ist es ratsam, gerade wenn Sie vorhaben, ein ganzes Semester lang aus zu steigen, genau hin zu sehen, ob Sie wirklich in die Fremde ziehen müssen, ob es Sie weiter bringt.

Die Lingua Franca: Englisch

Es ist grundsätzlich klar, dass Sie im Beruf, wenn nicht schon während des Studiums, mit der englischen Sprache zu tun haben werden. Die globalisierte Welt, die auch die Computersprache mit sich gebracht hat, ist nun einmal „anglo-dominiert“. Dies ist also schon ein Anhaltspunkt, den Sie im Auge haben sollten, wenn Sie im Studium für etwas länger ins Ausland gehen wollen. Ihr Englisch zu vertiefen und zu festigen, es „verhandlungssicher“ werden zu lassen, ist ganz sicher eine gute Investition in Ihre Zukunft. Ob Sie diese Sprache in Form eines Praktikums erlernen bzw. verbessern wollen oder sich als Working Student oder Au Pair betätigen wollen: Hier warten viele Optionen, sich der Weltsprache Englisch zu nähern.

Nischensprachen nur bei klarem Ziel

Die eingangs erwähnten „exotischen“ Länder sollten aber nicht als Ziel ganz ausgeschlossen werden. Wenn Sie schon erste Kontakte – zum Beispiel aufgrund eines Praktikums – zu einer Firma knüpfen konnten, die in Russland oder eben in Japan sitzt, ist es sogar sinnvoll, sich vor Ort mit der Sprache zu beschäftigen. Dies erhöht sicher Ihre Chancen auf einen Job, denn neben der Sprache erwerben Sie auch eine gewisse kulturelle Kompetenz, Sie kennen die Eigenarten der Bewohner des Landes, in dem Sie sich länger aufgehalten haben. Es kann aber auch ausreichen, einen Sprachkurs vor Ort zu besuchen, den Sie gut in den Semesterferien unterbringen können.

Ich studiere Sozialarbeit – muss ich auch ins Ausland?

Bei aller Globalisierung und Internationalisierung gibt es immer noch viele Berufe, auch solche, für die man ein Studium benötigt, die nicht unbedingt an Fremdsprachenkenntnisse geknüpft sind. Wenn Sie zum Beispiel Ökotrophologie oder Sozialarbeit studieren und ganz sicher nicht vorhaben, später auszuwandern, sollten Sie sich dem Druck entziehen, unbedingt in Ihrer Vita auch den einen oder anderen Auslandsaufenthalt vorlegen zu müssen. Er sieht zwar gut aus, aber womit – außer der grundsätzlichen Erweiterung des Horizonts – sollen Sie Ihren Englandaufenthalt begründen? Lassen Sie also Ihre ehemaligen Mitschüler in die Ferne schweifen – Sie orientieren sich statt dessen in unserem Land, was ja auch Aufenthalte in anderen Städten – oder auf einer netten Ferieninsel – bedeuten kann.

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